JP Director's Report

Ausgabe 10-02

Projects - Opportunities - Information

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,Heinz Jäger

Das M&A-Geschäft verspürt deutlichen Aufwind: Investoren sind zunehmend wieder bereit, national wie international das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Vor allem Unternehmen, die gut durch die Krise gekommen sind und über genug finanzielle Reserven verfügen nutzen die Gelegenheit um durch Akquisitionen von Wettbewerbern Marktanteile und neue Sparten zu gewinnen. Auf der Verkaufsseite lassen aber auch gute Preise insbesondere für krisenfeste mittelständische Unternehmen erzielen.

Für mittelständische Unternehmen ist spätestens jetzt die Zeit für internationale Partnerschaften gekommen. In Zeiten der Globalisierung sind strategische Partnerschaften über die Grenzen hinweg zunehmend wichtig. Solche grenzüberschreitende Partnerschaften betrachtet Diethelm Büttner in seinem Beitrag "Wohin geht die M&A-Reise?". Diethelm K. Büttner ist als Partner zur Verstärkung in das JP Team eingetreten. Der neue Senior Advisor verfügt über langjährige Erfahrung als Top-Manager in der IT Industrie. Herr Büttner ist seit vielen Jahren erfolgreicher Berater führender Banken, Dienstleister und Industrieunternehmen.

Gleichzeitig wurde das JP-Beratungsteam durch den Zugang von Frau Dr. Magdalena Piekos verstärkt. Sie zeichnet für die Koordination der polnischen Beratungsaktivitäten der JP Mergers & Finance AG verantwortlich, denn auch in Polen ist der Aufwind zu spüren. Wie es um den polnischen M&A-Markt steht berichtet  Hans-Dariusz M. Budzen (CEO. Augeo Ventures) im Artikel "M&A in Poland - 2009 flash and outlook 2010".

Darüber hinaus ist die JP Mergers & Finance AG mit der indischen Beratungsgesellschaft Dynamic Orbits, Neu-Dehli, in Kooperationsverandlungen eingetreten. Der indische Markt explodiert geradezu und ist insbesondere für europäische Investoren von größtem Interesse. Die JP Mergers & Finance AG verfügt seit 19 Jahren über enge Geschäftsbeziehungen zu indischen Mandanten.

Alles in allem zieht die globale Wirtschaft wieder an und viele Firmen sind glimpflich durch die Krise gekommen, während sie für einige Länder und Branchen noch nicht überstanden ist. Es zeigt uns aber, dass es wichtiger denn je ist, sich frühzeitig - also jetzt - strategisch so in Position zu bringen, dass spätestens die nächste Krise als Chance wahrgenommen werden kann!

Ihr

Heinz Jäger
- Vorstand -

 


Wohin geht die M&A-Reise?
Sind traditonielle Übernahmekonzepte für Osteuropa oder Asien noch Zeitgemäß?
by Diethelm K. Büttner, Senior Advisor der JP Mergers & Finance AG

Der Aufschwung ist da, aber er kommt nicht wie gewohnt aus der westlichen Welt, sondern aus Asien - mit einem teilweise zweistelligen Wachstum. China, Indien und die Tigerstaaten – alle nahmen die Finanzmarktturbulenzen zur Kenntnis, konnten sie aber gut bewältigen. So akquirierten asiatische Firmen 2009 erstmalig mehr Unternehmen außerhalb Asiens, als europäische oder US Firmen in Asien. Die M&A-Aktivitäten laufen von den asiatischen Märkten zu uns.

In Zeiten von „big is beautiful“ kamen M&A-Teams in Heerscharen zum Übernahmeobjekt und beeindruckten durch vielstimmige Beratungspräsenz. Man schickte eigene Spezialisten, die die Ziele des Übernehmers kennen und verstehen. In der Regel sollen sie auch die neue Tochtergesellschaft leiten und die Mitarbeiter, Prozesse und Systeme auf die des Übernehmers anpassen. Ziemlich rigide wurde das bisher so durchgesetzt.

Mit Blick auf Osteuropa und Asien beobachtet man jedoch vermehrt die alternative Vorgehensweise: M&A als eine Partnerschaft - statt einer „westlichen“ Übernahme. Falls es gelingt die Zielsetzungen des Käufers über die Gesamtorganisationen hinweg anzupassen, ohne die Kernteams des Akquirierten zu zerschlagen und stattdessen deren Kompetenz in die Gesamtstruktur zu integrieren, sind gute Voraussetzungen für eine gewinnbringende Partnerschaft gegeben. Das wiederum verlangt aber eine Anpassung der Geschäftsmodelle, die die Bedürfnisse der Asiaten und Osteuropäer berücksichtigt. Hier ist ein wichtiger Ansatzpunkt für erfolgreiche Zusammenschlüsse im Mittelstandsbereich.

Wachstumsziele durch organisches Wachstum im eigenen Land zu erreichen ist nicht immer der schnellste Ansatz, zunehmend auch nicht realistisch möglich. Wachstumsstrategien haben uns Deutsche schon längst zum Vizeweltmeister (wir waren schon mal Weltmeister) des Exports gemacht. Also auf dem internationalen Wachstumspfad bewegen wir uns schon lange erfolgreich.

Getrieben durch die Globalisierung kommt es jetzt zusätzlich vermehrt zu Maßnahmen des anorganischen Wachstums im In- und Ausland. Das bedeutet eine kräftige Steigerung der globalen M&A-Aktivitäten, jedoch zu veränderten Spielregeln: Durch den Vertrauensverlust in Folge der Finanzkrise sind Beratungsmandanten vorsichtiger und kritischer geworden. Erfolgreiche Akquisitionen werden nicht mehr durch die bereits erwähnten großen Beratungsteams „abgearbeitet“, sondern M&A-Teams müssen sich heute schnell, „lean“ und innovativ bewegen, mit „state of the art“ Methoden umgehen – und last but not least zerschlagenes Vertrauen wieder aufbauen können.

Wenn die notwendigen Regeln und Instrumente von M&A vorhanden sind, sind kleine Kernteams von zwei Mitgliedern, berichtend an den M&A-Leiter eine effektive, weil projektbezogene Vorgehensweise.

Es scheint, dass dieser Ansatz den strategischen aber auch taktischen Anforderungen der mittelständischen Mandantschaft eher entspricht als die bisherige „big is beautiful“ Mentalität.

 


M&A in Poland
2009 flash and outlook for 2010

by Hans-Dariusz M. Budzen, CEO of Augeo Ventures

The Polish market in mergers and acquisitions was still growing in 2009, despite the global slow-down. The beginning of 2010 brought even better expectations!

The main factor that influenced the global M&A market in 2009 was limited accessibility of financing and its cost. As banks reduced the availability of credit, investors, both trade and financial, became uneasy about increasing equity portion of the investment and, thus, limiting the benefits of financial leverage. But, accordingly, the multiples of 10-12x EBITDA, still common in 2007, dropped to the level of 6x or lower. This somewhat balanced the relative deficiency of debt financing. Nevertheless, Poland’s market remains very active, driven by consolidation, privatization of state owned companies (more than 400 companies are to be sold in the coming 2 years) and foreign investment. Further, more and more Polish companies that look abroad for acquisition opportunities; to the East, the Balkans (especially, Poland’s-based PE funds and domestic food-processing businesses),and, last but not least, the West. With more rational price expectations by the sellers, and, thus, dropping valuations, the market regained its equilibrium, with sellers’ and buyers’ expectations becoming more aligned.

The largest M&A transactions in 2009 were: the sale of the remaining stake in Kompania Piwowarska by a Polish industrialist to SAB Miller, sale of PCC Logistics to Deutsche Bahn in a strategic move to conquer the Polish rail cargo market and the sale of Getin Bank, a Polish commercial bank, to Noble Bank.

Overall, most M&A activity took place in construction, oil & energy, food processing, alcoholic beverages and healthcare industries. In construction, the inflow of EU funding for infrastructure projects is making road, rail and environmental construction companies a hot commodity. The acquisition of Pol-Aqua, a listed Polish construction company, by Dragados of Spain, may serve as an example. Food and healthcare related sectors remained relatively unaffected by the crisis and the larger players drive consolidation of the industry. As for Polish companies that more and more venture abroad, they benefit from the relatively stable situation of the Polish economy and with sound cash flows from their home base, they increasingly expand abroad.

As advisors, we are often asked, if it now is the time to act, if one is considering Mergers and Acquisitions. We usually say that it is high time, as valuations are still reasonable and financing is becoming more widely available to those who are well prepared to make profitable deals. The year 2010 is expected to be a very good year for M&A in Poland. It started with a successful bid for WSiP, a Polish publishing house, by Advent International and several further transactions are rumored in the press. Potential investors tend to be feeling that waiting for further decrease in valuations might prove to be futile and counterproductive.

 


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 Head of the Supervisory Board: Adam Jörges
 

Themen dieser Ausgabe

Editorial
Wohin geht die M&A-Reise? Übernahmekonzepte für Osteuropa oder Asien
M&A in Poland
2009 flash and outlook for 2010
Impressum
 

Aktuelle Projekte

Hersteller von Fruchtsaftgetränken im Private-Label-Sektor sucht Akquisitionsmöglichkeiten in Europa.
Projekt-Nr. 72783
Serbische Holding sucht einen Investor zum Erwerb von bis zu 100 % der Anteile eines Distributionszentrums in Belgrad; exzellente Lage, 12.000 m².
Projekt-Nr. 78625
Anteilseigner einer führenden europäischen Handelsgruppe bietet 15 % Beteiligung am Eigenkapital. Die Gruppe betreibt Filialen in mehr als 30 Ländern (Europa, Asien, Afrika); Umsatz ca. 100 Mrd. USD; Vertriebstypen: Supermärkte, Warenhäuser, Elektronikmärkte, Kaufhäuser, Großhandel etc.; Wert der Beteiligung: 5 Mrd. USD.
Projekt-Nr. 97194
Westeuropäische Molkereigruppe (Umsatz ca. EURO 5 Mrd.) will Konkurrenten (Käse, Butter, Konsumgüter) in Asien, Afrika und Europa übernehmen.
Projekt-Nr. 59185
Hersteller von Stanzwerkzeugen für die Automobilindustrie in Mitteleuropa sucht einen Investor für eine strategische Beteiligung; Umsatz EURO 35 Mio.
Projekt-Nr. 156075A
Produzent von Tiefkühlkost (Gemüse, Fisch, Geflügel etc.) will sein Geschäft durch den Kauf von Unternehmen im Bereich gefrorenes Geflügel erweitern.
Projekt-Nr. 79123
Führender Hersteller von Beschlägen, Türgriffen, Fenster usw. plant Unternehmen in Asien und Osteuropa zu kaufen.
Projekt-Nr. 19501
Sehr erfolgreicher europäischer Käseproduzent (Umsatz mehr als 1 Mrd. EURO) sucht Akquisitionen und strategische Allianzen in Deutschland, Österreich, Italien, Großbritannien und USA; das Zielunternehmen sollte profitabel sein.
Projekt-Nr. 78949
Turnaround Management Gesellschaft aus der Schweiz übernimmt mittelständische Unternehmen; schnelle Entscheidungen, Garantien (Arbeitsplätze, Mindestbeteiligungszeit etc.); Größe des Ziels: Umsatz von bis zu 100 Mio. EURO;
Projekt-Nr. 97649
Führender deutscher Reiseveranstalter sucht für Akquisitionen in der Reisebranche; Umsatz des Targets bis zu 1 Mrd. EUR.
Projekt-Nr. 57622
Westeuropäische Brauerei will weiter expandieren und sucht Übernahmen im Bereich Bier und Mineralwasser in Gesamt-Europa.
Projekt-Nr. 50474
Mittelständischer Foodhersteller sucht europaweit Akquisitionsmöglichkeiten im Bereich Biokost, Babyfood, probiotische Produkte und verwandten Segmenten. Projekt-Nr. 84951
Für einen breit aufgestellten und weltweit führenden Anbieter von Bio-Nahrungsmitteln suchen wir Akquisitionsmöglichkeiten möglichst in Europa.
Projekt Nr. 9166
 

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